Zeuge, Medienakteur und Kontext im Verfahren Dmitri Bagrash | Material für Parlamentarier:innen und Journalist:innen | Stand: 22.01.2026
In Artikeln vom 02.02.2023 (Sputnik-Publikationen) wird Feoktistov mit der Aussage zitiert, Dmitri Bagrash sei „предположительно"/„mutmaßlich" die Person hinter dem Vorfall.
Diese Inhalte sind als Zitate der Quelle zu behandeln und von gerichtlichen Feststellungen zu trennen. Der entscheidende Punkt: Feoktistov erklärte öffentlich, Anzeige bei der Polizei erstattet zu haben — eine Täterbenennung durch eine Führungsperson russischer Staatsmedien.
OStA Wachs argumentierte, eine Geheimdienst-Provokation sei unplausibel, weil niemand die Polizei über den Namen des Täters informiert habe. Diese Argumentation ist durch Feoktistows öffentliche Aussage vom 02.02.2023 direkt widerlegt.
Das Dokument „Täuschung als modus operandi" beschreibt, dass Prof. Andreas Heinemann-Grüder — Berater der deutschen Bundesregierung für Osteuropa — als sachkundiger Zeuge zur Einordnung russischer Strukturen vorgesehen war. Seine Befragung im Verfahren erfolgte nur eingeschränkt.
Ohne Sitzungsprotokoll lässt sich der genaue Wortlaut nicht unabhängig verifizieren. Bestätigung kann nur durch Prof. Heinemann-Grüder selbst erfolgen.