Vereinsvorsitzender Unkremlin e.V. · Investigativer Journalist · Anti-Putin-Aktivist · Seit 1992 in Berlin
Dmitry Bagrash gründete am 23. Februar 2021 zusammen mit weiteren Mitgliedern den Verein Unkremlin e.V. Der Verein hat das Ziel, Menschen zu unterstützen, die durch die russische Regierung zu Schaden gekommen sind — durch Aufklärung, Öffentlichkeitsarbeit und internationale Vernetzung.
Der Name "Unkremlin" steht für das Ziel, den Einfluss des Kremls auf europäische Gesellschaften zu reduzieren. Bagrash ist bis heute Vereinsvorsitzender — auch aus der Haft heraus.
Russlands offizielle OSCE-Delegation erwähnte Unkremlin e.V. in zwei offiziellen Dokumenten (2021 und 2022) — als Beweis dafür, dass die Tätigkeit des Vereins in Moskau als echte politische Bedrohung wahrgenommen wurde.
| Geboren | 09. Mai 1968 in Moskau, Russland |
| Wohnhaft in Berlin | Seit 1992 — über 30 Jahre |
| Staatsbürgerschaft | Russisch, wohnhaft in Deutschland |
| Militärdienst | 1986–1989 in der Sowjetischen Armee |
| Beruf | Unternehmer (elektronische Baugruppen für Autos), investigativer Journalist |
| Vereinstätigkeit | Vorsitzender Unkremlin e.V. (gegründet 23.02.2021) |
| Verhaftet | 14. Dezember 2022 |
| Aktueller Aufenthalt | JVA Heidering, Ernst-Stargardt-Allee 1, 14979 Großbeeren |
Dmitry Bagrash lebt seit 1992 in Berlin. Er arbeitet als Unternehmer im Bereich Kfz-Elektronik und war als investigativer Journalist tätig. Seit 2020 engagiert er sich aktiv im Bereich Anti-Putin-Aktivismus — mit dem Ziel, die europäische Öffentlichkeit über die Gefahren des Kremlin-Regimes aufzuklären.
Am 24. Februar 2022, unmittelbar nach dem russischen Überfall auf die Ukraine, wandte er sich schriftlich an das Europäische Parlament und an Bundeskanzler Olaf Scholz — mit einem Appell für Waffenlieferungen an die Ukraine, unterzeichnet von tausenden russischen Bürgern. Er war ebenfalls bis zum 22. Mai 2022 täglich als Live-Kommentator im ukrainischen Fernsehen tätig und engagierte sich in der humanitären Hilfe für ukrainische Flüchtlinge.
Das Landgericht Berlin behauptete im Urteil vom 22.07.2024, Bagrash's politische Tätigkeit sei "unbedeutend" gewesen. Russland selbst widerspricht dem — in offiziellen OSCE-Dokumenten:
„Die Nichtregierungsorganisation UnKremlin e.V., die in der Bundesrepublik Deutschland tätig ist und für ihre russophoben Ansichten bekannt ist, hat in sozialen Netzwerken die Adressen russischer Journalisten in Berlin sowie Fotos ihrer Häuser veröffentlicht."
Russische Delegation erwähnt Unkremlin e.V. im Kontext der Staatsduma-Wahlen vom 17.–19. September 2021 als Organisation, die versucht habe, die Legitimität der russischen Wahlen in Frage zu stellen.
Schlussfolgerung: Wenn Russland Unkremlin e.V. in offiziellen OSCE-Dokumenten namentlich nennt, ist die Tätigkeit des Vereins alles andere als "unbedeutend". Das Urteil des LG Berlin steht im direkten Widerspruch zu diesen internationalen Dokumenten.
Erste 24/7-Mahnwache vor der russischen Botschaft Berlin. Sperrholz-Putin-Figur mit Novichok-Schild. Erste öffentliche Anti-Kreml-Aktion dieser Art in Berlin.
30 Tage Mahnwache 24/7, 130m vom Reichstag. „Allee der Putin-Opfer". Berichterstattung in russischem Staatsfernsehen. Koordiniert mit deutschen politischen Analysten (Heinemann-Grüder, Wiedemann, u.a.).
24-stündige Kundgebung am Wahltag zur Staatsduma. Dokumentation des Wahlbetrugs. BILD-Artikel von Julian Röpcke über den Polizeieingriff unter OStA Raupach.
Brief an EU und Bundeskanzler Scholz — unterzeichnet von tausenden russischen Bürgern. Ziel: deutschen Politikern das Argument der "historischen Schuld gegenüber Russland" zu nehmen.
Täglich als Live-Kommentator im ukrainischen Fernsehen. Humanitäre Hilfe für ukrainische Flüchtlinge. Koordination mit europäischen Parlamentariern.
Dreimonatiges öffentliches Protestcamp vor dem Kanzleramt für die Ukraine. Letzte öffentliche Aktion vor der Verhaftung am 14.12.2022.
Die folgenden Quellen dokumentieren Bagrash's politische Tätigkeit vor der Inhaftierung: