⚠ Dringend gesucht
JVA Heidering · Berlin · Juni 2026

Strafverteidiger gesucht —
außerhalb Berlins

Dmitry Bagrash, Anti-Putin-Aktivist und Vorsitzender von Unkremlin e.V., sucht einen engagierten Strafverteidiger für die Wiederaufnahme seines Falls und die Abwehr drohender Abschiebung nach Russland — die sein Leben unmittelbar bedrohen würde.

Ein Anwalt aus Berlin steht unter unzumutbarem Druck

Die Berliner Staatsanwaltschaft und der Berliner Justizsenat haben in diesem Verfahren eine aktive und dokumentierte Rolle gespielt, die weit über normale Strafverfolgung hinausgeht. Bisherige Verteidiger wurden systematisch an der Akteneinsicht gehindert und unter institutionellen Druck gesetzt. Ein Anwalt außerhalb Berlins — idealerweise aus einem anderen Bundesland — bietet eine strukturelle Unabhängigkeit, die für eine effektive Verteidigung unerlässlich ist.

⚠ Warnung: Zu erwartende Behinderungen

Der Verteidiger muss damit rechnen, dass die Berliner Staatsanwaltschaft und der Justizsenat auf Akteneinsichtsgesuche zunächst gar nicht antworten werden. Auf Nachhaken wird die Auskunft lauten, die Akten seien „gerade nicht greifbar" — an einem nicht näher bezeichneten Ort im Universum. Sobald sie zurückgekehrt sind, würden sie selbstverständlich unverzüglich übermittelt. Wer mit dieser kafkaesken Verwaltungsrealität umgehen kann und bereit ist, beharrlich auf dem Rechtsweg zu bestehen, ist der richtige Partner für diesen Fall.

Fünf Kernbereiche

Nachträgliche Urteilsänderung — materieller Verstoß gegen die Rechtskraft

Das Urteil des Landgerichts Berlin vom 22.07.2024 wurde am 30.07.2025 — 373 Tage nach Urteilsverkündung und 84 Tage nach Eintritt der formellen Rechtskraft — nachträglich durch einen sogenannten „Berichtigungsbeschluss" abgeändert: Die vollständige Normenkette wurde erstmals in das Urteil eingefügt, angeblich zur Korrektur eines „offensichtlichen Schreibversehens".

Tatsächlich handelt es sich um eine materielle Tenoränderung nach Eintritt der Rechtskraft — ein im deutschen Recht einzigartiger Vorgang, der den BGH zwingt, über eine Revision zu entscheiden, die auf einem formwidrigen Urteil basiert. Die Beschwerde gegen den Berichtigungsbeschluss vom 26./27.08.2025 wurde entgegen § 306 Abs. 2 StPO nicht dem Kammergericht vorgelegt, sondern intern an die Generalstaatsanwaltschaft weitergeleitet.

📄 Beweis gegen Wachs und Groß 📄 Täuschung als modus operandi

Verschleierung russischer Geheimdienstprovokation — OStA Wachs

Oberstaatsanwalt Klaus Michael Wachs schloss die Ermittlungen zum Brandanschlag auf Bagraschs Fahrzeug und zur Überwachung seiner Person mit der Begründung ab, eine Beteiligung russischer Geheimdienste sei unplausibel: Hätten sie ihn tatsächlich als Täter platzieren wollen, hätten sie die deutschen Behörden anonym informiert. Zudem — so Wachs wie Richter Groß — sei Bagraschs politische Tätigkeit „völlig unbedeutend" gewesen.

Auf dieser Grundlage blieb der OSZE-Bericht Nr. 519702 vom 17.04.2022 dem Gericht vorenthalten — ein Dokument, das Bagraschs Aktivitäten detailliert dokumentiert und die Behauptung der „Unbedeutsamkeit" widerlegt. Nach dem Urteil stellte sich heraus, dass OStA Wachs sehr wohl wusste, dass Bagraschs Name von Beginn an in russischen Staatsmedien als Täter genannt wurde — als Quelle fungierte Sergej Feoktistow, eine Führungspersönlichkeit staatlicher russischer Medien. Wachs hat das Gericht damit nachweislich getäuscht.

📄 OSZE-Dokument Nr. 519702 📄 OSZE-Dokument Nr. 499582 📄 Dossier Feoktistow

Strafbare Handlungen des Richters Groß — Täuschung als System

Richter VRiLG Groß hat nach der Urteilsverkündung einen vollständigen Isolationsmodus verhängt: Kommunikation mit der Jüdischen Gemeinde unterbunden (116 Tage), Revisionsergänzungen nicht an das Revisionsgericht weitergeleitet, der Geschäftsstellenbeamtin sogar verboten, entsprechende Eingaben entgegenzunehmen. Darüber hinaus hat er Bagrash nachweislich falsch über die Fristen und das Verfahren zur Einreichung von Revisionsergänzungen informiert — eine Täuschung, die die Revision strukturell ausgehöhlt hat.

Alle Vorgänge sind durch eidesstattliche Erklärungen belegt. Strafanzeigen wegen Urkundenfälschung (manipuliertes Rechtsmittelbelehrungsdokument), Strafvereitelung im Amt und Nötigung wurden gestellt — ohne jede Reaktion der zuständigen Aufsichtsbehörden.

📄 Täuschung als modus operandi (vollständig)

Akteneinsicht — Frühzeitige Entlassung als Druckmittel

Der Verteidiger soll vollständige Akteneinsicht in alle Gefängnisunterlagen beantragen und den dokumentierten Vorgang anfechten, dass die vorzeitige Entlassung und die Verlegung in eine offene Anstalt faktisch an eine Bedingung geknüpft sind: Bagrash müsse seinen öffentlichen Kampf für eine Urteilsüberprüfung aufgeben und schweigen.

Als zusätzliches Druckinstrument wird die Abschiebung nach Russland in Aussicht gestellt — ein Land, in dem Bagrash als prominenter Anti-Putin-Aktivist und Vorsitzender von Unkremlin e.V. einer unmittelbaren Lebensgefahr ausgesetzt wäre. Dies stellt einen Verstoß gegen Art. 3 EMRK und das absolute Refoulement-Verbot dar.

Unabhängige Fallprüfung, Pressevertretung und internationale Gremien

Bagrash wünscht einen Verteidiger, der alle Verfahrensakten und Gerichtsunterlagen vollständig anfordert, eine unabhängige rechtliche Bewertung des Gesamtverfahrens vornimmt und als offizieller Sprecher gegenüber der Presse fungiert — national und international.

Darüber hinaus soll der Verteidiger die laufende EGMR-Beschwerde (313 Seiten, Rule 39) koordinieren sowie Kontakt zu den UN-Sonderberichterstattern für Folter und politische Verfolgung aufnehmen. Eine Verbindung zum Breitscheidplatz-Untersuchungsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses — dem OStA Wachs ebenfalls zugeordnet ist — sollte ebenfalls geprüft werden.

📄 Alle Dokumente (Google Drive)

Was den Verteidiger erwartet

Zu erwartende institutionelle Hindernisse

Die Berliner Staatsanwaltschaft und der Justizsenat werden auf Akteneinsichtsgesuche zunächst gar nicht reagieren. Bei Nachfrage wird erklärt, die Akten befänden sich derzeit an einem nicht näher definierten Ort — sobald sie wieder aufgefunden würden, kämen sie natürlich sofort. Dies ist kein Einzelfall, sondern dokumentiertes Muster.

Der Verteidiger muss bereit sein, konsequent auf dem Rechtsweg zu bestehen: Untätigkeitsbeschwerden, Dienstaufsichtsbeschwerden, im Zweifel Verwaltungsgericht. Wer ein dickes Fell und Erfahrung mit resistenten Behörden mitbringt, ist hier richtig.

Bagrash ist sich dieser Widerstände vollständig bewusst und sucht ausdrücklich einen Anwalt, der bereit ist, trotzdem anzutreten.

Melden Sie sich

Wenn Sie ein Strafverteidiger außerhalb Berlins sind — oder einen solchen kennen — und bereit sind, diesen außergewöhnlichen Fall zu übernehmen, bitten wir dringend um Kontaktaufnahme. Alle Unterlagen können unmittelbar nach einem ersten Gespräch übermittelt werden.

Pressekontakt & Anfragen

Dmitry Bagrash ist über die folgende Adresse erreichbar.
Bitte Betreff: „Verteidigung Bagrash"

✉ bagrash.presse@gmail.com

Alle Anfragen werden vertraulich behandelt.

Weitere Dokumente: Vollständiger Dokumentenindex · Täuschung als modus operandi · Aktuelle Verfahren